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«Aktion Ziege»: Hier wird geholfen, nicht gemeckert

Eine einzige Ziege kann für eine indische Familie das Startkapital sein, das sie aus der bittersten Armut führt | © 2016 pd
Eine einzige Ziege kann für eine indische Familie das Startkapital sein, das sie aus der bittersten Armut führt | © 2016 pd

Eine eigene Ziege kann eine indische Familien aus der Armut führen. In Luzern verkaufen deshalb Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Klemens in der Fastenzeit Holzgeissen für solche Hilfe. Die «Aktion Ziege» verbindet Kulturen und Generationen – seit bald 40 Jahren. Dieses Jahr findet sie am 3. und 4. März auf dem Schwanenplatz und bei der Kantonalbank in Luzern statt.

Die Idee entstand 1970 am Gymnasium Friedberg in Gossau SG, das wie das «Klemens» von den Pallottinern geführt wird. In St. Gallen findet die Aktion Ziege seither jeweils an der Olma statt, in Luzern in der Fastenzeit. Jugendliche verkaufen selbst gefertigte Holzgeissen, mit dem Erlös werden Ziegen als Startkapital für in Armut lebende Familien in Indien gekauft. Die Ziegen liefern Milch für Kinder, ein Teil davon kann zu Käse verarbeitet und verkauft werden, aus dem Erlös davon gibts Grundnahrungsmittel, der Mist düngt den Garten und die Futterpflanzen. Besonders: Die Empfänger einer Ziege verpflichten sich, das erste weibliche Zicklein an eine andere bedürftige Familie zu verschenken. Das stärkt die Solidarität unter den Armen und die Aktion pflanzt sich gleichsam im Land selber weiter.

Begeisterte Jugendliche

Die Idee kommt bei den Jugendlichen an: «Es gelingt jedes Jahr von neuem, sie für dieses einfache Projekt zu begeistern», sagt der Theologe und Religionslehrer Fritz Reinhard. Die Schülerinnen und Schüler bereiten die Aktion im «Bildnerischen Gestalten» und Religionsunterricht vor und müssen einen dreistündigen Einsatz während der Schulzeit an einem der beiden Stände leisten. «Nicht wenige stehen auch noch ausserhalb der Schulzeit am Stand, steuern bei der Vorbereitung Ideen zum besseren Verkauf bei oder stellen in einer Gruppe zusammen mit zwei Lehrpersonen in der Freizeit Seifen auf Ziegenmilchbasis für die Aktion her», freut sich Fritz Reinhard. Die «Aktion Ziege» verbinde auch die Generationen von «Klementinern» und «Klementinerinnen». Er selbst habe schon als Schüler daran teilgenommen.

Die «Klemens»-Gymeler verkaufen im Schnitt um die 150 farbige Holzgeissen, ausserdem noch Seifen und Karten. Der Erlös beträgt, zusammen mit den Spenden unterm Jahr, jeweils 4000 bis 5000 Franken, was für 60 bis 70 Geissen reicht.

Solche Holzgeissen werden symbolisch verkauft - zugunsten von richtigen in Indien. | © 2016 pd
Solche Holzgeissen werden symbolisch verkauft - zugunsten von richtigen in Indien. | © 2016 pd
Mit diesem Stand sind die Klemens-Schülerinnen und -Schüler dieses Jahr am 3. und 4. März auf dem Schwanenplat z und bei der Kantonalbank präsent. | © 2016 pd
Mit diesem Stand sind die Klemens-Schülerinnen und -Schüler dieses Jahr am 3. und 4. März auf dem Schwanenplat z und bei der Kantonalbank präsent. | © 2016 pd

Aus dem «Luzerner Kirchenschiff» vom Februar 2016. Zur ganzen Ausgabe und früheren Nummern: hier…